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Regelmäßige Schülerwettbewerbe
am Elisabeth-Gymnasium Eisenach
Man sollte es nicht glauben: Während einige Schüler schon beim Wort
"Mathematik" Kopfschmerzen bekommen, melden sich andere freiwillig zu
stundenlangen Klausuren, in denen sie besonders schwierige Aufgaben
bearbeiten müssen.
Die Beteiligung an den verschiedenen Schülerwettbewerben in Mathematik
und anderen Bereichen ist am Elisabeth-Gymnasium seit Jahren gute Tradition.
Fächerübergreifend
Jugend forscht heißt der wohl renommierteste aller Schülerwettbewerbe.
2006 haben erstmals Eli-Teams den Schritt gewagt, ihre Seminarfach-Projekte zu Forschungsarbeiten auszubauen
und öffentlich zu präsentieren. Dem Regionalwettbewerb folgt für die Sieger der Landesentscheid und schließlich
die Bundesrunde, bei der manche Teilnehmer mit ihren Ideen und Erfindungen bereits auf lukrative Verträge hoffen dürfen.
Jüngere Schüler (sogar schon Grundschüler!) starten im Junior-Wettbewerb "Schüler experimentieren".
Physik
Hier ist in erster Linie die
Thüringer Physik-Olympiade
(ThüPhO) zu nennen. Sie beginnt mit einer Hausaufgaben-Runde, in der Experimente
durchzuführen und auszuwerten sind. Wer diese Aufgaben erfolgreich bewältigt,
wird zu einer Klausur eingeladen, die in ganz Thüringen am gleichen Tag geschrieben
wird. Die allerbesten Absolventen dieser Regionalrunde (nur ca. 20
Einsteins pro Jahrgang!) qualifizieren sich schließlich für den
Landesentscheid, der abwechselnd in Erfurt, Jena oder Ilmenau ausgetragen
wird.
Chemie
Mit dem Wettbewerb Chemkids
sollen jüngere Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 die Faszination des chemischen Experimentierens
entdecken. Anhand praktischer Versuche (z.B. Herstellung und Testen von Speiseeis) erlernen sie,
wie man Beobachtungen und Messungen sinnvoll auswertet und dokumentiert. Chemkids wird bisher nur
in den östlichen Bundesländern (außer MV) in zwei Hausaufgabenrunden pro Schuljahr ausgetragen.
Mathematik
Hier gibt es eine besonders bunte Auswahl an Wettbewerben:
Die
Mathematik-Olympiade
(MO) ist ähnlich aufgebaut wie die Physik-Olympiade, nur dass
schon in der 1. Runde eine Klausur geschrieben wird, die es in sich hat.
Entsprechend qualifizieren sich nur wahre Mathe-Cracks überhaupt für die
2. Stufe. Und aus diesen werden dann pro Jahrgang (ab Klasse 6) die 30 bis
40 punktbesten jungen Genies aus ganz Thüringen zur 3. Runde nach Erfurt
eingeladen. Die dabei ermittelten Gesamtsieger vertreten das Land bei der
Bundesrunde und vielleicht sogar bei der internationalen
Olympiade.
Der
Adam-Ries-Wettbewerb
richtet sich nur an die ganz jungen Talente in Klasse 5, dafür kommen die
Mitstreiter gleich aus vier verschiedenen Ländern: Kinder aus Thüringen,
Sachsen, Oberfranken und Böhmen knobeln an den gleichen Aufgaben. Auch
hier finden mehrere Runden statt, bis die endgültigen Sieger ermittelt
sind.
Die höheren Jahrgänge dürfen sich dafür im
Bundeswettbewerb Mathematik
versuchen, wo so ziemlich jede der gestellten Aufgaben mehrere
Stunden Lösungszeit erfordert. Die 2. und 3. Runde bestreiten auch nur die
zukünftigen Spitzenmathematiker der Bundesrepublik.
Besonderen Spaß macht den Schülern jedes Jahr das
Känguru der Mathematik.
In nur 75 Minuten sind 30 Knobelaufgaben zu lösen. Zum Glück sind
à la Jauch die Antworten vorgegeben, man muss "nur" aus fünf Möglichkeiten
die richtige ankreuzen. Besonders spannend ist, dass hierbei die
Schüler sämtlicher Jahrgänge um die höchste Punktzahl ihrer Schule
und den "weitesten Känguru-Sprung" (höchste Anzahl korrekter Antworten hintereinander)
konkurrieren. Der Clou: Zeitgleich rauchen Millionen europäischen Schülern die Köpfe!
Ein hoher Spaßfaktor steht auch bei zwei Teamwettbewerben im
Vordergrund:
Der Spezialschulteil des Erfurter
Albert-Schweitzer-Gymnasiums lädt jedes Jahr Thüringer Gymnasien ein, ihre
stärksten drei Siebentklässler zum Mathematik-Teamwettbewerb
in die Landeshauptstadt zu schicken. Nach der eigentlichen Team-Klausur
findet noch ein Speedwettbewerb statt, bei dem die Spitzenkönner ihr hohes Denktempo
unter Beweis stellen können.
Noch relativ jung ist die Cornelsen-Mathemeisterschaft.
In kleinen Teams versuchen Schüler, innerhalb von zwei Wochen eine komplexe, offene Aufgabe zu lösen, für welche sie die benötigten "Denkzeuge"
und Methoden selbständig erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem mathematischen Modellieren, nicht auf dem Beherrschen
antrainierter Algorithmen. Die Jahrgänge 5/6, 7/8, 9/10 und 11/12 bearbeiten jeweils dieselbe Aufgabe.
Last not least veranstaltet der Düsseldorfer Mathe-Treff alljährlich einen
Online-Teamwettbewerb
(OTW) für verschiedene Jahrgangsstufen, bei dem die Lösungen der Gruppenmitglieder
über das Internet zur zentralen Auswertung gelangen.
Informatik / Medienkunde
Sehr anspruchsvolle Herausforderungen stellte der Wettbewerb
Join Multimedia an die Teilnehmer.
In verschiedenen Kategorien und Altersstufen wurde europaweit die beste Multimedia-Produktion zu einem von jährlich vier vorgegebenen Themen gesucht.
Mit Hilfe komplexer Autorensysteme erstellten Schüler in Gruppen (bis zu acht Personen) aufwändige Bildschirm-Präsentationen,
die von Texten, Folien, Animationen und Dia-Shows über Filme und Soundbeiträge alles enthalten durften (und sollten!),
was das Spektrum moderner Medien hergibt.
Anders als bei den anderen hier vorgestellten Wettbewerben winken sogar beachtliche Geldpreise.
Die Messlatte hierfür lag allerdings extrem hoch! 2007, nach zehn Jahren, endete das Projekt mit dem Rückzug des Sponsors.
Für die jüngeren Computer-Spezialisten gibt es die
Thüringer Kinder-Computerolympiade.
Man braucht aber schon erheblich mehr als die in der Schule bis dahin vermittelten Kenntnisse,
um hier zu den Preisträgern zu gehören.
So müssen Fünft- und Sechstklässler bereits schwierige Aufgaben mit dem Programm MS Excel lösen.
Beim Bundeswettbewerb Informatik warten höchste Anforderungen auf die Teilnehmer.
In Runde 1 dürfen noch Teamarbeiten eingereicht werden, in Runde 2 jedoch sind besonders anspruchsvolle Aufgaben individuell zu lösen.
In der Endrunde (3) werden, wie beim Bundeswettbewerb Mathematik, Kolloquien durchgeführt.
2007 nahmen Eli-Schüler erstmals am Informatik-Biber teil.
Dieser Wettbewerb ähnelt dem Känguru der Mathematik, d.h., in einem Ankreuztest messen sich die Kandidaten
mit Knobelbegeisterten aus ganz Deutschland. Allerdings dürfen sie sich dazu innerhalb der Biber-Woche einen
Tag aussuchen, an dem sie die Aufgaben bearbeiten. Die Ergebnisse sind also nicht ganz so aussagekräftig wie beim Känguru,
das deutschlandweit zur exakt gleichen Zeit hüpft...
Dank der Initiative engagierter Schüler zählt das Elisabeth-Gymnasium zu den nur sieben Pionier-Schulen,
die 2006 mitwirkten bei den ersten deutschen Schulmeisterschaften im E-Sport.
Weitere Wettbewerbs-Veranstaltungen sollen folgen und diesen -- vielseitige Anforderungen stellenden -- Mentalsport
langfristig an Thüringer Schulen etablieren.
Latein
Das Certamen Thuringiae
ist ein dreistufiger Wettbewerb. In der 1. Stufe werden thüringenweit Klausuren geschrieben,
die zentral ausgewertet werden. Die besten Teilnehmer in den verschiedenen Kategorien (Klassenstufen bzw. Latein als 1. oder 2. Fremdsprache)
werden geehrt und fertigen im Rahmen der 2. Stufe Hausarbeiten an, mit denen sie sich für die
in der 3. Stufe durchgeführten Kolloquien qualifizieren können.
Wirtschaft und Recht
Beim Planspiel Börse versuchen
Schüler-Teams über einen festgelegten Zeitraum durch geschickten virtuellen Börsenhandel unter realistischen
Bedeingungen den Wert ihres Depots zu optimieren. Zuständig für unsere Region ist hierbei die Wartburgsparkasse
Eisenach, die auch als Sponsor der Mathe-Olympiade ihre Unterstützung von Schülerwettbewerben jährlich erneuert.
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